Samstag, 19. September 2009

Herbst


Seufzend in geheimer Klage
streift der Wind das letzte Grün
und die süßen Sommertage
ach sie sind dahin, dahin!

Nebel hat den Wald verschlungen.
Der dein stilles Glück gesehn:
Ganz in Duft und Dämmerungen
will die schöne Welt vergehn.

Nur noch einmal bricht die Sonne
unaufhaltsam durch den Duft,
und ein Strahl der alten Wonne
rieselt über Tal und Kluft.

Und des leuchten Wald und Heide.
Das man sicher glauben mag.
Hinter allem Winterleide
liegt ein ferner Frühlingstag.

Sie Sense rauscht, die Ähre fällt.
Die Tiere räumen scheu das Feld.
Der Mensch begehrt die ganze Welt.

Und sind die Blumen abgeblüht,
so brecht der Apfel goldne Bälle:
Hin ist die Zeit der Schwärmerei,
so schätzt man endlich das Reelle!

Kommentare:

  1. Ein wunderschönes Herbstgedicht! Danke dafür :-)
    LG Bine

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  2. Wunderschönes Gedicht und wunderschönes Bild!!! Wie war es denn in Unterfranken?

    liebe Grüße
    Silvia

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  3. Also, in Unterfranken genau genommen in Bad Königshofen war es super.
    Das Wetter hat mitgespielt, ich hatte viel Spaß mit meinen Tanten, Onkeln, Cousinen, Cousin und meinem Patenkind und ich habe mich total erholt und wohl gefühlt.
    Das Essen war wieder mal reichlich und man will ja dann auch höflich sein und nicht "nein" sagen...
    Bilder folgen in den nächsten Tagen...

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  4. Was für ein schönes Gedicht! Auch wenn der Herbst immer so etwas Melancholisches an sich hat,liebe ich ihn! Lieben Dank für deine Genesungswünsche, zur Not feiern wir alle im Bett :)
    LG,
    kiki

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